5 Jahre Integration in der Kita! …

und wie geht es in der Schule weiter?

 

„Wer eine integrative Tageseinrichtung für Kinder baut, sollte auch für einen durchgängigen schulischen Integrationsweg für diese Kinder sorgen, um soziale Teilhabe statt Aussonderung und das UN-Kinderrecht auf Bildung praktisch zu verwirklichen. Integration sollte institutionalisiert und normalisiert werden, damit Eltern nicht ständig neu dafür kämpfen müssen. Integration ist unteilbar.“ (aus unserer Bewerbung für den WDR-Kinderrechtepreis 2004)

 

Im März 2003 haben wir uns zu einer Initiative zusammengeschlossen, um für eine Fortsetzung der Integration in der Schule einzutreten. „Wir“, das sind ursprünglich mehrere Eltern von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen (Handicap) aus der Kita Sophie-Scholl-Str. 2 (inzwischen ca. 40 Interessenten). Organisiert sind wir über die Landesarbeitsgemeinschaft NRW Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen, Dortmund, sowie als Arbeitskreis des Kinderschutzbund OV Brühl.

 

Unsere Bilanz nach anderthalb Jahren Arbeit:

 

> Darüber freuen wir uns:

 

Drei „Integrationskinder“ unserer Initiative im integrativen Regelunterricht!

 

 

> Dafür kämpfen wir:

Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen sollen gemeinsam unter geeigneten Voraussetzungen in einer Klasse unterrichtet werden.

Wir wünschen eine Grundschule in Brühl, welche den Gemeinsamen Unterricht in ihrer pädagogischen Konzeption verankert!

Integration über die Kita hinaus ist leider noch nicht die Regel. Bisher ist ein starker, frühzeitiger und persönlicher Einsatz der betroffenen Familien erforderlich, damit die Integration in der Schule fortgesetzt werden kann.

 

Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es bisher keine Grundschule in Brühl gibt, die – ähnlich wie z.B. die Kita – jedes Jahr mehrere Plätze für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer ersten Klasse anbieten kann und die Integration auch in ihrem pädagogischen Konzept verankert hat.

 

Die Bündelung mehrerer beeinträchtigter Kinder in einer Klasse bzw. einer Schule bietet aber viele Vorteile, darunter.:

·        Die Sonderpädagogin/der Sonderpädagoge können mehr Zeit in einer Klasse verbringen, denn bei mehreren beeinträchtigten Kindern in einer Klasse addieren sich die Förderstunden. Dies kommt allen Kindern zugute. (Jedem Kind mit Beeinträchtigungen wird eine bestimmte Anzahl von Förderstunden durch einen Sonderschullehrer zugeteilt, z. B. ein Kind mit Down Syndrom = 2,5 Wochenstunden).

·        Für den Förderunterricht erforderliche Lehrmittel und Räume könnten an einer Schule bereitgestellt werden. Auch der behindertengerechte Ausbau des Schulgebäudes (z.B. Toiletten, Aufzüge etc.) könnte in Angriff genommen werden.

·        Die Grundschullehrer und Sonderpädagogen können die im Gemeinsamen Unterricht gewonnenen Erfahrungen besser nutzen und zu einem nachhaltigen pädagogischen Konzept ausbauen.

 

> Weitere Informationen:

 

Gerne stehen wir Ihnen für ein Gespräch zu Verfügung. Sie finden weitere Information auf unseren Webseiten unter: www.gemeinsam-lernen.net.

Wir treffen uns monatlich hier in der integrativen Tageseinrichtung für Kinder der Stadt Brühl, Sophie-Scholl-Str. 2, 1. OG um 20h (2.8., 6.9., 1.10., 8.11., 6.12.). Sie sind herzlich eingeladen.

Bei weiteren Fragen oder Interesse wenden Sie sich bitte an folgende Adresse:

Sprecherin: Cornelia Linz, Hannah-Arendt-Str. 34, 50321 Brühl, Tel.